Schließe die Augen – Und du kannst weiter sehen!
(Songün Demirol-Yilmaz)
Stressmanagement ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit
Stress und Kummer zehren an uns. Sie machen uns verwundbar.
Wird die Belastung zu groß oder hält sie zu lange an, leidet die Gesundheit.
Wo sitzen Sie noch mit den Füßen hoch –nicht mit einer Liste in der Hand, die noch abgearbeitet werden muss, sondern mit einer Tasse Tee und freien, vielleicht sonnigen Gedanken?
Stellen Sie sich vor, Sie räumen die Spülmaschine jetzt nicht ein.Sie öffnen das E-Mail-Postfach noch nicht.
Sie lümmeln sich einfach ins Sofa und genießen das Nichtstun – obwohl noch einiges zu tun wäre.
Wie geht es Ihnen mit dieser Vorstellung?
Können Sie überhaupt entspannen?
Und damit ist nicht gemeint, ob Sie auf dem Sofa liegen können – mit Handy oder Film. Gemeint ist: ohne Beschäftigung, sich einer Stille, einem Nichtstun völlig hinzugeben.
Dabei geht es nicht darum, eine schwierige Lebenslage zu leugnen. Sondern darum, sich für einen Moment davon abzukoppeln – trotz allem.
Können Sie dort liegen und einfach nur dem Atem zuhören – unabhängig davon, wie bescheiden oder belastend die aktuelle Situation gerade auch sein mag?
Stressmanagement ist auf körperlicher und psychischer Ebene wichtig
Einmal inne halten, ein-und ausatmen und wahrnehmen was ohne mein dazutun drumherum einfach „ist“. Unser Gehirn braucht auch einen Leerlauf. Unser Körper das Nichtstun zur Regeneration.
Eine gesunde Balance zu entwickeln, in der es auch einmal nichts zu tun geben darf, fällt vielen Menschen schwer. Ohne Beschäftigung zu sein, sich Erholung zuzugestehen, kann für manche Menschen regelrecht unangenehm sein. Schon die Vorstellung, einfach dazuliegen und nichts zu tun, erzeugt Unruhe. Besonders der eigene, selbstgemachte Druck, kann hartnäckig präsent bleiben.
Wenn die Vorstellung von Ruhe und Stille bereits Stress auslöst
Wenn Entspannung und Ruhe für Sie eher keine Option ist, sondern Beklemmung auslöst, Nichtstun oder Weniger-Tun so schwerfällt, kann es hilfreich sein, sich den eigenen tief verankerten, oft unbewussten Überzeugungen zuzuwenden.
Vielleicht glauben Sie, dass man nur dann etwas wert ist, wenn man alles gut macht und Leistung erbringt.
Vielleicht mussten Sie etwas leisten, um bemerkt zu werden, dazuzugehören oder mithalten zu können.
Möglicherweise sind Sie mit der Erwartung aufgewachsen, stets fleißig und beschäftigt sein zu müssen – und kennen es nicht anders. Oder Sie haben unangenehme Erfahrungen im Zusammenhang mit „Faulheit“ gemacht, sodass sich ein innerer Druck entwickeln konnte, immer etwas leisten zu müssen.
Es kann auch Situationen gegeben haben in der jemanden langsame oder wenig anspruchsvolle Art für Sie kaum auszuhalten war. Das Ergebnis kann sein, dass unbewusst eine Strategie entwickelt wurde: lieber in Hast zu sein als in Rast p
Mit folgenden Fragen könnten Sie sich Ihrem Thema annähern und Ihrem Inneren zuwenden:
Woran messe ich meinen eigenen Wert – und wer hat mir diesen Maßstab vermittelt?
Was glaube ich, würde passieren, wenn ich weniger täte?
Wann habe ich gelernt, dass Ruhe gleichbedeutend ist mit Nachlässigkeit, Schwäche oder Versagen?
Für wen oder was bin ich ständig in Bewegung?
Welche innere Stimme wird besonders laut, wenn ich nichts tue?
Wem möchte ich auf keinen Fall gleichen?
Und was halte ich aus, solange ich beschäftigt bin – und was würde spürbar werden, wenn es still würde?
Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn ich bisherige Überzeugungen ablege und mich entscheide es von nun an anders zu machen – entgegen den Vorstellungen und Erwartungen anderer?
Was würde sich ändern, wenn ich mir mir Ruhe und Entspannung gönne?
Sie sind einzigartig!
Es könnte möglich sein, dass es schwer fällt, sich auf Entspannungsanwendungen einzulassen, weil Abneigungen oder Vorlieben (noch) nicht bewusst sind. Wer die Berge liebt, kann mit einer geführten Entspannungsreise ans Meer vielleicht wenig anfangen.
Möglicherweise wurden allgemein zugängliche Anleitungen ausprobiert – und wirkten nicht. Wenn der Versuch unternommen wurde, es aber unangenehm blieb, bedeutet das nicht, dass Entspannung „nicht funktioniert“. Es fehlt dann eher an einer passenden, individuell abgestimmten Herangehensweise und einer zunächst niedrigschwelligen Einführung in einen Ruhezustand.
Nicht jede Entspannungsmethode ist für jeden gleichermaßen geeignet
Wenn Sie sich vorstellen können, dass es schrecklich ist, einfach nur zu liegen oder zu sitzen und nichts zu tun, können Sie sich genauso gut vorstellen, wie schön es sein könnte, genau das zu tun. An der Vorstellungskraft allein kann es also nicht liegen 😉
Manches ist „nur“ eine Entscheidung weit
Auch mit kleinen Schritten ist es möglich, sich aus einer Stressspirale zu lösen und in einen entspannteren Zustand zu kommen. Ebenso ist es möglich, die eigenen Vorstellungen und Anforderungen an sich selbst neu zu ordnen – und auch Erwartungen von anderen abzulegen.
Therapeutische Entspannungsverfahren und gezielte Hilfestellung zur Stressbewältigung können unterstützen, tief liegende, stressauslösende Verhaltensmuster bewusst zu machen, sie zu unterbrechen und wieder Zugang zu innerer Ruhe und Gelassenheit zu finden.
Ich begleite Sie dabei mögliche Blockaden zu identifizieren und Ihre individuelle Entspannungsmethode zu finden, sie zu verinnerlichen und auch selbstständig anzuwenden.
Die Abklärung körperlicher Ursachen ist ebenfalls wichtig
Wenn sich jemand in einem chronischen Stresszustand befindet, können auch körperliche Faktoren ursächlich beteiligt sein, zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion oder dauerhaft erhöhte Cortisolwerte. Eine entsprechende Blutuntersuchung kann mögliche Zusammenhänge klären um die weitere Vorgehensweise fundiert zu planen.
https://praxis-dynamis.de/entspannungstherapie
Songün Demirol-Yilmaz,
Saarbrücken, Januar 2014
www.praxis-dynamis.de